2. Liga: Kickers gastieren an der Alten Försterei

02.03.2017

Vorschau:

1. FC Union Berlin - FC Würzburger Kickers (23. Spieltag, 2. Bundesliga, 03.03.2017 um 18:30 Uhr).

Wenn die (nach dem VfB Stuttgart) zweitstärkste Mannschaft der Rückrunde in der zweiten Fußball-Bundesliga auf das in diesem Jahr (mit Fortuna Düsseldorf) bisher zweitschlechteste Team trifft, müsste der Ausgang der Partie fast schon klar sein - zumindest auf dem Papier. Doch die Würzburger Kickers fahren gewiss nicht chancenlos zum Stadion "An der Alten Försterei", in dem am morgigen Freitag um 18.30 Uhr zum Auftakt des 23. Spieltages der 1. FC Union Berlin Gastgeber für den Aufsteiger sein wird. "Das wird eine interessante Aufgabe. An der Alten Försterei wird einiges los sein. Wir freuen uns darauf. Wir wollen mutig agieren", lässt sich FWK-Trainer Bernd Hollerbach nicht schrecken angesichts der Atmosphäre dort und auch nicht von der Heimstärke, die das Team von Trainer Jens Keller in dieser Saison auszeichnet (siehe dazu auch nebenstehende Info).

Ungeschlagen: Besser hätte der Start für Union Berlin kaum laufen können. Die Mannschaft von Trainer Jens Keller ist nach fünf Rückrundenspielen noch ungeschlagen und holte in diesen Partien 13 Punkte (vier Siege, ein Unentschieden). Eine bessere Rückrundenbilanz hat nur noch Tabellenführer VfB Stuttgart mit 15 Punkten vorzuweisen. Obendrein präsentieren sich die Berliner in dieser Saison auch sehr heimstark. Union kassierte im Stadion "An der Alten Försterei" erst eine Niederlage. Saisonübergreifend verloren die "Eisernen" nur eines von 21 Heimspiele (0:1 am 29. Oktober 2016 gegen Düsseldorf, 11. Spieltag). Zuletzt gelang im Heimspiel gegen den TSV 1860 München (2:0) der dritte Sieg in Folge. Auch deshalb steht Berlin aktuell mit 41 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz. Eben jener Platz, der am Ende der Saison die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bundesliga bedeuten würde. "Wir wollen diesen Platz auch im Heimspiel gegen Würzburg um jeden Preis verteidigen", so Keller.

Treffsicher: Aktuell bereitet den Union-Verantwortlichen ein Offensiv-Trio große Freude. Sechs der letzten neun Tore gehen auf das Konto von Steven Skrzybski (24 Jahre), Simon Hedlund (23) und Sebastian Polter (25). Letztgenannter wechselte im Winter für rund 1,6 Millionen von den Queens Park Rangers zurück nach Köpenick und lobte unlängst seine Kollegen: "Wir harmonieren sehr gut, weil wir viel miteinander reden." Als Beleg dafür dient die Entwicklung von Skrzbyski, der bisher mit acht Toren die beste Saison seiner Karriere spielt. Trotzdem will das Union-Eigengewächs nichts von einer Bestmarke wissen: "Ich habe mir keine Quote vorgenommen. Trotzdem ist mein persönliches Ziel klar. Wenn wir unsere Spiele gewinnen, kann uns Braunschweig nicht mehr überholen." Zudem scheint auch Hedlund in der 2. Liga angekommen. Der Schwede, zu Saisonbeginn von Elfsborg verpflichtet wurde, hatte in der Hinrunde noch sichtbare Eingewöhnungsprobleme. Nun aber zeigt die Formkurve deutlich nach oben.

Torwartwechsel: Daniel Mesenhöler erlebt am morgigen Freitag im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers sein Punktspiel-Debüt für Union. Der 21-Jährige wird für Stammtorhüter Jakob Busk auflaufen, der sich im Heimspiel gegen München eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel zugezogen hat. Für die "Eisernen" ein harter Schlag, denn bisher bestritt der Däne alle 22 Ligaspiele über die komplette Distanz und blieb dabei sieben Mal ohne Gegentor. Doch auch Daniel Mesenhöler stellte seine Klasse schon unter Beweis. Im DFB-Pokal Spiel bei Borussia Dortmund (1:4 nach Elfmeterschießen) zeigte der gebürtige Engelkirchner eine starke Leistung. Mittelfeldspieler Stephan Fürstner (29) betont daher: "Wir haben absolutes Vertrauen in Daniel. Er hat sein Können unter Beweis gestellt. Von daher ist es eine Riesenchance für ihn. Wir haben gar keine Zweifel."

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